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ACHTUNG!

Wir brüten unsere Tiere generell alle naturnah, d.h. die Eier sind vollständig mit Erde bedeckt. Ausschliesslich zur Dokumentation für unsere Webseite wurden die auf den Bildern sichtbaren Eier freigelegt.

All diese Eier sind in der Inkubationsphase soweit fortgeschritten das in 1-10 Tagen der Schlupf erfolgt.

 

 

 

 

Nach einer erfolgreichen Inkubation schlüpfen ca. ab dem 55. Tag die ersten Jungtiere, dies muss jedoch nicht sein denn auch am 65. Tag oder gar bis zum 80. Tag haben wir von einzelnen Gelegen immer noch kleine Nachzügler.

0266Es ist in jedem jahr immer wieder aufs neue eine sehr spannende Angelegenheit wenn der erste Schlüpfling mit seinem Eizahn die Eierschale durchbricht.

 

 

 

 

 

0267Je nach Tier dauert es 1-4 Tage bis es vollkommen aus dem Ei herraus ist, hier kann man nach wenigen Stunden schon das Köpfchen sehen. Sehr gut ist auch der kleine messerscharfe Eizahn zu erkennen mit dem das Tier die Eischale durchbricht.

 

0269Nach 12 Stunden hat der Schlüpfling das Ei soweit geöffnet das ein Bein bereits heraus rangt. Jetzt wird es nicht mehr lang dauern bis das Tier sich seitlich aus dem Ei dreht.

 

 

 

0271Nach weiteren 2 Stunden hat sich der Schlüpfling völlig aus der Eischale befreit und gräbt sich seiner Natur gemäß, zum Schutz vor Räubern in die Erde ein.

 

 

 

 

0273Deutlich zu erkennen bei allen Landschildkröten Schlüpflingen ist die Bauchfalte. Mit einziehen des restlichen Dottersackes streck sich das Tier und nach einigen Stunden ist diese Falte nicht mehr sichtbar. Der Nabel ist dann geschlossen.







Die Inkubation von Landschildkröten.

 

Die Inkubation (das erbrüten der Eier) von Landschildkröten ist dank der heutigen technischen Möglichkeiten und Erfahrungen nicht sonderlich schwer zu realisieren.

 

Bereits bevor sich das erste Gelege ankündigt wird der Inkubator auf Betriebstemperatur gebracht, er wird mit Wasser befüllt um eine gewisse Luftfeuchtigkeit zu erhalten, bei griechischen Landschildkröten sollte diese zwischen 70-85% liegen. Es sollte eine Temperatur von 29°C – 32,5°C eingestellt werden. Wichtig ist das man zur Inkubation Messgeräte verwendet die einen hohen Genauigkeitsgrad haben.

 

Wurde ein Gelege in den Inkubator überführt ist der wichtige Teil nun geschaft. Nach ca. 55-60 Tagen, bei einer Bruttemperatur von 32°C schlüpfen die Jungtiere.

Laut wissenschaftlichen erkenntnissen liegt die Scheiteltemperatur zur Geschlechtsbestimmungbei griechischen Landschildkröten bei 32°C. Ab dieser Temperatur ist mit einem höheren Anteil weiblicher Tiere zu rechnen.

Wichtig ist wären der ganzen Inkubationszeit eine Luftcirkulation zu gewärleisten, dafür öffnen wir alle paar Tage den Brüter und lassen frische Luft hinein.

 

Meine Eier sind generell komplett mit Erde bedeckt, da dies die naturgetreueste Methode ist. Nach einigen Tagen beginnt die Erde stark aus zu trocknen, diese wird jedoch nicht befeuchtet.

In vergangenen jahren habe ich diesen Fehler gemacht und die Erde nachgefeutet was zu sehr niedrigen Schlupfrate führte (20% Schlupfrate) da die Nässe durch das befeuchten scheinbar die Embrionen in den meisten Eiern abtöten lies.

 

Von anderen Methoden wie die Eier offen im Inkubator zu erbrüten um sehen zu können ob die Eier befruchtet sind oder sie durchleuchten zu können rate ich ab. Nicht selten schlüpfen Jungtiere mit grossen Dottersäcken die noch nicht vollständig eingezogen wurden (Frühchen).







Werden Landschildkröten artgerecht in einem Freigehege gehalten setzt im Frühjahr die Paarungszeit ein. In dieser Zeit umwerben die Männchen die Weibchen und paaren sich mit ihnen.

0233Nach ca. 4-6 Wochen, meist anfang Mai finden dann die ersten Eiablagen statt. Bereits Tage davor ändern die meisten Weibchen ihr Verhalten, sie fangen vermehrt an Sepia zu fressen, besteigen sich gegenseitig und laufen unruhig durch das Gehege.

Die grösse des Geleges richtet sich nach der grösse des Weibchens und umfasst meist 3-12 Eier. Es werden 1-3 Gelege pro Jahr abgesetzt, dass zweit und Drittgelege folgt je nach Wetter meist 21 Tage später.

In vielen Büchern wird berichtet das einige Tage vor der Eiablage die Nahrungsaufnahme eingestellt wird, dies konnte ich jedoch bei meinen Tieren nie feststellen.

0234Ist die Zeit gekommen werden auf dem Legehügel Probegrabungen vorgenommen, das Weibchen testet zuvor durch beschnüffeln das Erdreich. Wenn eine geeignete Stelle gefunden ist wird eine Probegrabung durchgeführt, sollte sich die gewählte Stelle als gut erweisen wird die Eigrube mit den Hinterbeinen ausgehoben, dabei stemmt das Weibchen die Vorderbeine fest in den Boden und verharrt in dieser Position wärend des ganzen Legevorgangs.

Die Eigruben sind bei allen Weibchen unterschiedlich gross, sie werden immer so gross ausgehoben wie die Hinterbeine des Weibchens sind, d.h. es wird solange gegraben bis keine Erde mehr erreichbar ist. Somit ist die grösse der Eigrube abhängig von der grösse des Weibchens.

0235Das ausheben der Eigrube beansprucht die längste Zeit des ganzen Legevorganges, je nach Erfahrung des Weibchens kann die 20 Minuten bis 60 Minuten betragen.

 

 

 

 

 

 

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0237Nach einer kuzen Pause beginnt das auspressen des ersten Ei’s, es wird dann vorsichtig mit den Hinterbeinen in der Eigrube “ein sortiert”. Das Weibchen macht dies mit allen Eiern, ich weis bis heute nicht nach welchen kriterien die Anordnung der Eier erfolgt, eins ist jedoch klar, es teilt die Eier so in der Eigrube auf das keines der Eier auf einem anderem liegt. Alle Eier liegen nebeneinander in der Eigrube.

 

 

 

 

 

0243Ich vermute das diese Aktion ein angeborener Instinkt ist um zu vermeiden das ein schlüpfendes Jungtier ein anderes Ei mit an die Erdoberfläche schiebt.

 

 

 

 

0250Nachdem das Weibchen alle Eier in die richtige Lage gebracht hat beginnt es mit dem verschliessen der Eigrube, dabei wird mit den Hinterbeinen die ausgehobene Erde vorsichtig in die Eigrube gezogen und angedrückt.

 

 

 

0251Auch bei diesem Part ist das Weibchen erst zufrieden wenn es mit den Hinterbeinen keine Erde mehr erreicht, hier wird in vielen Bücher auch berichtet das die Gelege teilweise so getarnt werden das sie mit dem blosen Auge nicht mehr zu erkennen sind. Das konnte ich bei mir jedoch auch nicht feststellen. Wenn der Legehügel eine glatte Oberfläche hat sieht man diese Stellen auch noch Tage später, da ein gewisser Erdanteil immer liegen bleibt.

Befindet sich die Eigrube in einer Region wo andere Tiere sie ständig überlaufen gestalltet sich das natürlich schwieriger.

0252Die Eigrube ist nun vollständig verschlossen und das Weibchen verlässt sie nun, sie ist völlig erschöpft und läuft mit wackelnden Beinen davon. Viele Tiere machen jetzt eine ausgibige Pause oder fangen wie wild an zu fressen.

 

 

 

0256Jetzt werden die Eier vorsichtig mit eine Plastiklöffel ausgegraben und in den Inkubator überführt. In vielen Bücher wird geschrieben das die Eier auf garkeinen Fall gedreht werden dürfen, dieser meinung schliesse ich mich an wenn die Eier länger als 24 Stunden in der Eigrube liegen. Bei frischen Eiern die sofort nach dem verschliessen der Eigrube des Weibchens entnommen werden ist die nicht der Fall. Ich überführe die Eier in Heimchendosen, mit zu je 2 Eier in einer Dose, ohne Deckel, mit der Erde vom Legehügel in den Inkubator.

Die Eier werden bei mir vollständig mit Erde bedeckt.

0257Die Eigrube wird nun von Hand verschlossen und leicht angedrückt.

 

 

 

 

 

 

 

0261Nicht jeder Landschildkröten Züchter hat das Glück solche seltenen Bilder zu bekommen. Hier sind an einem sonnigen Tag gleich 2 meiner Weibchen auf einem der Legehügel bei der Eiablage.






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