Posts Thema ‘Inkubation’


Es ist besonders wichtig seinen adulten Landschildkröten einen einen Legehügel zur Verfügung zu stellen das die Tiere eine Möglichkeit haben in ihrem Gehege auch Naturnah Eier legen zu können.
Um eine Legenot bei den Weibchen zu vermeiden, oder zu vermeiden das die Gelege einfach warlos im Gehege abgelegt werden sollten wir einen Legehügel anlegen.
Der Legehügel ist karg bewachsen mit Graßbüscheln ect. Die Erde des Hügels besteht aus reiner Gartenerde mit minimalem Humus und Torf Anteil was nur dazu dient die Erde erdfeucht zu halten.
Es sollte als in der Regel dunkler Boden genommen werden der einen geringen Sandanteil aufweist.

Bei der Konsistenz ist darauf zu achten das der Boden fest, aber auch locker grabbar für die Tiere bleibt. Das heist es sollte nie hart wie Beton werden da es den Tieren trotz der Krallen und grosser Kraft nicht gelingen wird die obere Erdschicht auf zu brechen um dann erfolgreich eine Eigrube ausheben zu können.

Von der Oberflächenbeschaffenheit sollte der Legehügel möchlichst glatt sein. Es erleichtert uns zu sehen wo gegraben wurde, denn nix ist schwerer als Gelege zu finden die vor 1-2 Tagen abgesetzt wurden.

Substrate aus Rindenhumus oder Blumenerde kann ich nicht empfehlen da diese Substrate zu locker sind und zu schnell in sich zusammen fallen. Somit ist es den Landschildkröten dann nicht möglich erfolgreich eine Eigrube anzulegen die nicht zusammen stürzt.







ACHTUNG!

Wir brüten unsere Tiere generell alle naturnah, d.h. die Eier sind vollständig mit Erde bedeckt. Ausschliesslich zur Dokumentation für unsere Webseite wurden die auf den Bildern sichtbaren Eier freigelegt.

All diese Eier sind in der Inkubationsphase soweit fortgeschritten das in 1-10 Tagen der Schlupf erfolgt.

 

 

 

 

Nach einer erfolgreichen Inkubation schlüpfen ca. ab dem 55. Tag die ersten Jungtiere, dies muss jedoch nicht sein denn auch am 65. Tag oder gar bis zum 80. Tag haben wir von einzelnen Gelegen immer noch kleine Nachzügler.

0266Es ist in jedem jahr immer wieder aufs neue eine sehr spannende Angelegenheit wenn der erste Schlüpfling mit seinem Eizahn die Eierschale durchbricht.

 

 

 

 

 

0267Je nach Tier dauert es 1-4 Tage bis es vollkommen aus dem Ei herraus ist, hier kann man nach wenigen Stunden schon das Köpfchen sehen. Sehr gut ist auch der kleine messerscharfe Eizahn zu erkennen mit dem das Tier die Eischale durchbricht.

 

0269Nach 12 Stunden hat der Schlüpfling das Ei soweit geöffnet das ein Bein bereits heraus rangt. Jetzt wird es nicht mehr lang dauern bis das Tier sich seitlich aus dem Ei dreht.

 

 

 

0271Nach weiteren 2 Stunden hat sich der Schlüpfling völlig aus der Eischale befreit und gräbt sich seiner Natur gemäß, zum Schutz vor Räubern in die Erde ein.

 

 

 

 

0273Deutlich zu erkennen bei allen Landschildkröten Schlüpflingen ist die Bauchfalte. Mit einziehen des restlichen Dottersackes streck sich das Tier und nach einigen Stunden ist diese Falte nicht mehr sichtbar. Der Nabel ist dann geschlossen.







Die Inkubation von Landschildkröten.

 

Die Inkubation (das erbrüten der Eier) von Landschildkröten ist dank der heutigen technischen Möglichkeiten und Erfahrungen nicht sonderlich schwer zu realisieren.

 

Bereits bevor sich das erste Gelege ankündigt wird der Inkubator auf Betriebstemperatur gebracht, er wird mit Wasser befüllt um eine gewisse Luftfeuchtigkeit zu erhalten, bei griechischen Landschildkröten sollte diese zwischen 70-85% liegen. Es sollte eine Temperatur von 29°C - 32,5°C eingestellt werden. Wichtig ist das man zur Inkubation Messgeräte verwendet die einen hohen Genauigkeitsgrad haben.

 

Wurde ein Gelege in den Inkubator überführt ist der wichtige Teil nun geschaft. Nach ca. 55-60 Tagen, bei einer Bruttemperatur von 32°C schlüpfen die Jungtiere.

Laut wissenschaftlichen erkenntnissen liegt die Scheiteltemperatur zur Geschlechtsbestimmungbei griechischen Landschildkröten bei 32°C. Ab dieser Temperatur ist mit einem höheren Anteil weiblicher Tiere zu rechnen.

Wichtig ist wären der ganzen Inkubationszeit eine Luftcirkulation zu gewärleisten, dafür öffnen wir alle paar Tage den Brüter und lassen frische Luft hinein.

 

Meine Eier sind generell komplett mit Erde bedeckt, da dies die naturgetreueste Methode ist. Nach einigen Tagen beginnt die Erde stark aus zu trocknen, diese wird jedoch nicht befeuchtet.

In vergangenen jahren habe ich diesen Fehler gemacht und die Erde nachgefeutet was zu sehr niedrigen Schlupfrate führte (20% Schlupfrate) da die Nässe durch das befeuchten scheinbar die Embrionen in den meisten Eiern abtöten lies.

 

Von anderen Methoden wie die Eier offen im Inkubator zu erbrüten um sehen zu können ob die Eier befruchtet sind oder sie durchleuchten zu können rate ich ab. Nicht selten schlüpfen Jungtiere mit grossen Dottersäcken die noch nicht vollständig eingezogen wurden (Frühchen).






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