
Die Inkubation von Landschildkröten.
Die Inkubation (das erbrüten der Eier) von Landschildkröten ist dank der heutigen technischen Möglichkeiten und Erfahrungen nicht sonderlich schwer zu realisieren.
Bereits bevor sich das erste Gelege ankündigt wird der Inkubator auf Betriebstemperatur gebracht, er wird mit Wasser befüllt um eine gewisse Luftfeuchtigkeit zu erhalten, bei griechischen Landschildkröten sollte diese zwischen 70-85% liegen. Es sollte eine Temperatur von 29°C - 32,5°C eingestellt werden. Wichtig ist das man zur Inkubation Messgeräte verwendet die einen hohen Genauigkeitsgrad haben.
Wurde ein Gelege in den Inkubator überführt ist der wichtige Teil nun geschaft. Nach ca. 55-60 Tagen, bei einer Bruttemperatur von 32°C schlüpfen die Jungtiere.
Laut wissenschaftlichen erkenntnissen liegt die Scheiteltemperatur zur Geschlechtsbestimmungbei griechischen Landschildkröten bei 32°C. Ab dieser Temperatur ist mit einem höheren Anteil weiblicher Tiere zu rechnen.
Wichtig ist wären der ganzen Inkubationszeit eine Luftcirkulation zu gewärleisten, dafür öffnen wir alle paar Tage den Brüter und lassen frische Luft hinein.
Meine Eier sind generell komplett mit Erde bedeckt, da dies die naturgetreueste Methode ist. Nach einigen Tagen beginnt die Erde stark aus zu trocknen, diese wird jedoch nicht befeuchtet.
In vergangenen jahren habe ich diesen Fehler gemacht und die Erde nachgefeutet was zu sehr niedrigen Schlupfrate führte (20% Schlupfrate) da die Nässe durch das befeuchten scheinbar die Embrionen in den meisten Eiern abtöten lies.
Von anderen Methoden wie die Eier offen im Inkubator zu erbrüten um sehen zu können ob die Eier befruchtet sind oder sie durchleuchten zu können rate ich ab. Nicht selten schlüpfen Jungtiere mit grossen Dottersäcken die noch nicht vollständig eingezogen wurden (Frühchen).

